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Der Dachverband für Fotografie wächst. Elf Mitglieder im Deutschen Fotorat

Am 30. August 2022 fand die zweite Plenums-Jahresversammlung vom Deutschen Fotorat statt. Im Fokus stand hier u. a. die Aufnahme neuer Mitglieder. Gut ein Jahr nach seiner Gründung konnte der Dachverband die Anzahl seiner Mitglieder bereits mehr als verdoppeln.

Neu als ordentliche Mitglieder aufgenommen wurden die VG Bild-Kunst, der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), der PIC-Verband und der Female Photoclub. Mit den Gründungsmitgliedern BFF Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter, Deutsche Fotografische Akademie (DFA), Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) und FREELENS sowie den Verbänden Bundesverband Architekturfotografie (BVAF) und Fotobus Society (jeweils seit März 2022 dabei) bilden nun zehn ordentliche Mitglieder den Deutschen Fotorat. Als korporatives Mitglied wurde neu aufgenommen das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) mit seinem Deutschen Jugendfotopreis.

Symposium des Deutschen Fotorats am 1. Juni 2022 in Hamburg

Der Deutsche Fotorat lud zu einem Symposium ein:

Fotografie – Das Auge unserer Gesellschaft

Mittwoch, 1. Juni 2022, 14 bis 19 Uhr

Deichtorhallen Hamburg, Auditorium im Haus für aktuelle Kunst

Mit freundlicher Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

© Carina C. Kircher. Abschlussdiskussion Symposium

Der letztes Jahr gegründete Deutsche Fotorat beleuchtet das Kreativmedium Fotografie aus vielfältigen Perspektiven. Der junge Dachverband gibt den unterschiedlichen Bereichen der Fotografie eine gemeinsame Stimme: Kunst, Fotojournalismus, Dokumentation, Design und Werbung sowie Wissenschaft, Vermittlung und Bildung.

Die breite Ausrichtung der vier Gründungsverbände des Fotorats – Deutsche Fotografische Akademie (DFA), Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh), Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter (BFF) und FREELENS Berufsverband der Fotograf:innen – spiegelte sich in der ersten öffentlichen Veranstaltung zum Auftakt der Festival Week der Hamburger Phototriennale wider:

Wie wandelt sich das Berufsbild der Fotograf:innen?
Mit Art Producerin Susanne Kastner, Prof. Heike Ollertz, University of Europe for Applied Sciences Hamburg und dem BFF-Fotografen Simon Puschmann. Moderation: Alexandra Lechner.

Was wird aus dem fotografischen Erbe?
Mit dem Fotografen Rudi Meisel und Sebastian Lux, Geschäftsführer der Stiftung F.C. Gundlach. Moderation: Anna Gripp.

Welche Rolle spielt die Fotografie in der Kunst?
Mit Barbara Hofmann-Johnson, Leiterin Museum für Photographie in Braunschweig, Thomas Seelig, Leiter Fotografische Sammlung Museum Folkwang in Essen und Ingo Taubhorn, Chefkurator Haus der Photographie Deichtorhallen Hamburg und Präsident der DFA.

Wie macht uns Bildkompetenz demokratiefähig?
Mit Miriam Zlobinski, DEJAVU Gesellschaft für Fotografie und Wahrnehmung, und Malin Schulz, Artdirektorin und Mitglied der Chefredaktion, DIE ZEIT

Die Veranstaltung endete mit einer Podiumsdiskussion zur Rolle der Fotografie in Politik und Gesellschaft. Teilnehmer: Juana Bienenfeld, ehemals Kulturbehörde Hamburg, Referat Film und Fotografie / Anna Gripp, Photonews, Mitglied des Vorstands der DGPh, Sprecherin des Deutschen Fotorats / Julia Laatsch, Fotografin, Mitglied des Vorstands von FREELENS, Sprecherin des Deutschen Fotorats / Sebastian Lux, Geschäftsführer der Stiftung F.C.Gundlach.
Moderation: Stephanie Bunk

Die Veranstaltung wurde live gestreamt und aufgezeichnet.

Die Beiträge auf YouTube: Link

Facebook-Playlist der Livestreams:

https://www.facebook.com/watch/1256804681060339/771247307211482

Erste Plenums-Jahresversammlung des Deutschen Fotorats. Die Zeitung des Deutschen Kulturrats erscheint mit Schwerpunkt Fotografie.

Die Gründung des Deutschen Fotorats und sein Antrag auf Aufnahme in den Deutschen Kulturrat ließ im letzten Jahr die Kultur- und Fotografieszene aufhorchen. Nun fällt die erste Plenumsversammlung des jungen Dachverbands zeitlich zusammen mit einer umfassenden Bestandsaufnahme zur Fotografie in der März-Ausgabe von „Politik & Kultur“, der Zeitung des Deutschen Kulturrats. Hier als PDF:

https://www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2022/02/puk03-22.pdf

Umfassend zeigt das Schwerpunktthema die Vielfalt der fotografischen Medien. Autoren aus Mitgliedsverbänden des Deutschen Fotorats verfassten Beiträge über das fotokulturelle Erbe, die Fotografie als Kunstform, die Geschichte der Fototechnik, die Fotografie im Buch, die Berufs- und Amateurfotografie, das Genre der Street Photography und die Geschlechterstereotype in der Fotografie.

Für den Dachverband ist die Kooperation Teil seines Werbens, als eigenständige Sektion in den Deutschen Kulturrat aufgenommen zu werden. Nachdem die letzte Mitgliederversammlung des Kulturrats sich noch nicht zu einer einheitlichen Haltung gegenüber den Newcomern einigen konnte, soll über den Antrag im September dieses Jahres entschieden werden.

Der 2021 gegründete Deutsche Fotorat vertritt mit den traditionsreichen Fotografie-Verbänden Deutsche Fotografische Akademie (DFA), Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh), BFF – Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter sowie FREELENS bereits jetzt alle Bereiche der Fotografie: Kunst, Fotojournalismus, Dokumentation, Design und Werbung sowie Wissenschaft, Vermittlung und Bildung.

Getreu seiner Vision, die erste neugegründete Sektion seit der Einrichtung des Kulturrats vor 40 Jahren zu werden, erweitert der Fotorat von nun an die Anzahl seiner Mitglieder. Bereits bei der ersten Online-Jahresversammlung am 1. März 2022 wurden zwei weitere bundesweit tätige Fotografie-Verbände und Vereine neu aufgenommen: der BVAF – Bundesverband Architekturfotografie e.V. und Fotobus e.V.

Die Mitglieder des Deutschen Fotorats haben zudem eine neue Geschäftsordnung verabschiedet, sowie erstmals ihre Sprecher/innen und Stellvertreter/innen gewählt.

Sprecherinnen sind Julia Laatsch (FREELENS) und Anna Gripp (DGPh);
Stellvertreter sind Christian Klant (BFF) und Ingo Taubhorn (DFA)

Damit sind alle Gründungsverbände und zugleich unterschiedliche Bereiche des Mediums vertreten: von der fotografischen Berufspraxis, über die Publizistik und Bildung bis zur künstlerischen Fotografie.

Mit weiteren interessierten Verbänden ist der Deutsche Fotorat bereits im Gespräch.

„Wir freuen uns enorm über das Interesse, und darüber, dass nach langen Jahren der Diskussion nun Bewegung in die Frage kommt, wie man der Fotografie, die inzwischen jeden Bereich unseres Lebens berührt, auch in der Kulturpolitik eine Stimme geben kann“, sagt Sprecherin Anna Gripp.

Der Kulturrat konnte sich nicht auf eine Haltung einigen und bietet dem Deutschen Fotorat vorerst eine Kooperation an

Bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Kulturrats am 30. September 2021 wurde auch der Antrag des neu gegründeten Deutschen Fotorats behandelt. Dieser hatte im Sommer die Aufnahme in den Deutschen Kulturrat beantragt, denn in dem vor 40 Jahren gegründeten Deutschen Kulturrat mit bisher acht Sektionen ist die Fotografie als eigenständige schöpferische Kategorie bisher nicht vertreten.

Und dies, obwohl das Kreativmedium Fotografie auch im deutschen Urheberrecht eigenständigen Werkschutz genießt.

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates: „Im Ergebnis kam die Mitgliederversammlung zu dem Schluss, dass sie in diesem Jahr noch keine Entscheidung treffen kann, im kommenden Jahr das Thema erneut aufgreifen und dann entscheiden will. Zwischenzeitlich sollen Vertreter und Vertreterinnen des Deutschen Fotorates in den Sprecherrat des Deutschen Kulturrates eingeladen werden, um im persönlichen Gespräch darzulegen, warum die Mitglieder des Deutschen Fotorats eine eigene Sektion der Mitwirkung in einer bereits bestehenden Sektion vorziehen.“

Gründungsmitglieder des Deutschen Fotorats sind der BFF Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter, die Deutsche Fotografische Akademie (DFA), die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) und FREELENS. Damit vertritt der Deutsche Fotorat die künstlerisch-kulturelle Sparte Fotografie in all ihren Facetten.

Mit dem Deutschen Fotorat als neuem Mitglied im Deutschen Kulturrat soll ein wichtiges kulturpolitisches Signal gesetzt und die Lücke im Kanon der kulturellen Verbände geschlossen werden. Eine Angliederung an bestehende Sektionen des Kulturrats wurde schon einige Jahre diskutiert, führte jedoch zu keinen tragfähigen Ergebnissen. Daher bedauert der Deutsche Fotorat, dass sich der Deutsche Kulturrat noch nicht zur Aufnahme des neuen Dachverbands entschließen konnte, nimmt aber gerne das Angebot für eine Kooperation und einen Austausch im Sprecherrat an.

Unabhängig von der Aufnahme in den Deutschen Kulturrat arbeitet der Deutsche Fotorat an der besseren Vernetzung der Fotoszene in Deutschland. Schon in der Gründungsphase hat sich der Rat als neues Forum für den intensiven Austausch unter den Gründungsverbänden bewährt. Er treibt die Aufnahme weiterer bundesweit tätiger Fotografieverbände aktiv voran.