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Mitglieder im Fokus
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Drei Fragen an Heide Häusler, Photoszene Köln
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Das nächste Photoszene-Festival findet im Mai 2027 statt. Warum schon ein Kongress im Herbst 2026?
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»Das liegt an unserer Programmierung: Als biennales Festival finde ich es schlüssig, dass wir im Vorbereitungsjahr die Themen diskutieren, zu denen es im Festivaljahr Ausstellungen gibt. In 2022 diskutierten wir mit „Photography in Progress“ die neuen Werkzeuge und Ausbildungssituationen der Fotografie und machten im Anschluss einen Open Call für 2023. 2024 brachten wir das Thema „Feelings and Photography“ in die Szene und entwickelten daraus einen Open Call für 2025 und dieses Jahr ist es das Thema des Nichtwissens, das bei erfolgreicher Mittelakquise ab November 2026 dann ebenfalls in einen Open Call für eine kuratierte Gruppenausstellung zum Festival fließen wird. Die vorgelagerten Debatten ermöglichen es, die gesetzten Themen gemeinsam mit Expert:innen zu diskutieren und sie umfassender zu durchdringen - was nicht ausschließt, dass wir die Themen zum Festival noch einmal in Talks und Debatten reflektieren. (Link zum Programm im Oktober 2026)«
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Ist Euer Kongress-Thema "Not Knowing — Photography and the Unknown“ auch eine Reaktion auf die allgemeine Verunsicherung durch KI-generierte Bilder?
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»Man kann es so lesen und deshalb verbindet es sich so gut zu aktuellen Diskursen. Die Idee zum Konzept entspringt jedoch vor-fotografischer Zeit und reicht tief in die Kulturgeschichte der Menschheit zurück, da das Nichtwissen ein philosophisches Grundthema ist, das ein hohes Maß an Erkenntnis bereithält, wenn man auf sein Potential fokussiert. Uns interessieren neben den strukturellen Dimensionen und Machthierarchien (Who knows?) durch Fotografie eben auch die Bildgeschichten selbst: Wie fasst man den Umstand des Nichtwissens in produktive Bildsprache? Es ist dabei nicht das Defizitäre des Nichtwissens, sondern eben seine Möglichkeiten, neue Geschichten und neue Impulse zu setzen.«
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Wenn die Fotografie immer mehr als Feld der Ungewissheit, der Leerstellen, der Projektion und der Spekulation verstanden wird, wie in Eurer Ankündigung zu lesen, inwieweit funktioniert das Medium dann noch als Klammer, als Ausgangspunkt für ein Festival?
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»Die Fotografie hat – wie wir wissen (!) – viele Zuschreibungen. Dieses Mal setzen wir die Fotografie als Medium des Suchens ins Licht. Als ein Medium, das fragt und spekuliert, mit dem die Bildautor:innen ihre Themen umkreisen, um sie zu fassen. Keine eindeutigen Antworten zu kennen, ist dabei außerordentlich produktiv und wir freuen uns über die positive Resonanz, die wir bekommen, sobald wir mit Kurator:innen oder Künstler:innen über das Thema sprechen. Nichtwissen ist überall. Es ist doch so: In der Regel treffen sich Menschen und erklären sich gegenseitig die (Fotografie)Welt. Dass wir eigentlich alle auf der Suche nach Antworten sind, wird oft vergessen, dabei steckt darin eine ungeheure gesellschaftlich verbindende Kraft. Nichtwissen wird aber nur eines der Themen des Festivals sein. Mit der fünften Runde von Artist Meets Archive erwarten die Besuchenden wieder ganz neue Reflektionen zum Archiv, eine Sonderschau zur Bildgeschichte der Spex und eine Vielzahl an Ausstellungen im gesamten Stadtgebiet, wie man es seit 40 Jahren von der Photoszene kennt.«
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