Deutscher Fotorat e.V.
Newsletter Juni 2026
Der 2021 gegründete Deutsche Fotorat ist der Dachverband der Fotografie in Deutschland und seit 2023 Mitglied im Deutschen Kulturrat. 47 Mitgliedsorganisationen setzen sich im Dachverband für das Medium Fotografie, die Fotokultur und die fotografische Berufspraxis ein.
Themen in diesem Newsletter
→ Vereinsnews & Neues aus den Arbeitsgruppen
→ Mitglieder im Fokus: Drei Fragen an den Vorstand der Fotobus Society
→ Aktuelles von unseren Mitgliedern
Aktuelles
Vereinsnews & Neues aus den Arbeitsgruppen

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KI-Podcast Spezial EU-Regulierung

Die Spezialfolge zum EU-AI-Act, dem neuen "Code of Practice" und den neuen EU-Guidelines. Zu Gast sind Alexandra Lechner (BFF, DGPh, Female Fotoclub) und Marco Urban (freelens) aus der Fotorat-Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" und BFF-Justiziarin Dorothe Lanc. Diskutiert wird, was künftig als Deepfake gilt und wie KI-generierte oder KI-veränderte Inhalte gekennzeichnet werden müssen. Die Runde klärt besonders, was das für Fotografierende, Bildbearbeitung, Werbung und Journalismus bedeutet.

Veröffentlicht am 29.06.2026
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© Denis Brudna
Deutscher Fotorat bei der Triennale der Photographie Hamburg

Der Deutsche Fotorat konnte die Opening Days der Hamburger Fototriennale nutzen, um seine Aktivitäten in einem Podiumsgespräch in den Deichtorhallen vorzustellen. Moderiert von dem Hamburger Autor und Fotohistoriker Ulrich Rüter sprachen Anna Gripp, Julia Laatsch und Ingo Taubhorn als Vorstandsmitglieder über die Themenschwerpunkte Künstliche Intelligenz, fotokulturelles Erbe und Bildkompetenz. Auch die Vernetzung mit Partnerorganisationen in Europa wurde angesprochen.

Veröffentlicht am 19.06.2026
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KI-Podcast Folge 17

Die neuen EU-Guidelines machen Deepfake- und Transparenzpflichten etwas klarer und diese Folge gibt einen ersten Überblick. Als Beispiel für die ethische Grauzone dient die KI-kolorierte Version von Ansel Adams Foto „Moonrise“ durch James Danziger: juristisch wohl erlaubt, künstlerisch aber als geschmacklose Verfälschung kritisiert; im Kontrast dazu wirkt KI-Verjüngung bei den Rolling Stones anders, weil die Künstler selbst zustimmen. Danach geht es um neue Bild- und Videomodelle, Googles „Omni“, steigende KI-Kosten sowie Deepfake-Erkennung: Seedance lockert sichtbare Labels, YouTube und OpenAI bauen Detektoren aus, doch wirklich verlässliche, unabhängige Prüfverfahren fehlen weiterhin.

Veröffentlicht am 29.06.2026
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Mitglieder im Fokus
Drei Fragen an den Vorstand der Fotobus Society

Der Fotobus beim Festival in Arles | © Fabian Niebauer
Mitte Juni hat die Fotobus Society einen neuen Vorstand gewählt. Wer leitet jetzt Euren gemeinnützigen Verein und was bedeutet der Wechsel?
»Bei unserer jährlichen Mitgliederversammlung im Juni wurde zum ersten Mal ein studentischer Vorstand gewählt. Dieser besteht aus Gerrit Duwald, Jorid Disteldorf, Paula Tauber, Moritz Heck und Paul Geiersbach. Seit der Gründung unseres Vereins im Jahr 2018 hatten Christoph und Chiho Bangert die Rolle des Vorstands inne und haben viel Herzblut in den Fotobus gesteckt. Dafür und für all die Unterstützung sind wir unendlich dankbar. Den Wechsel verstehen wir als Chance, neue Perspektiven einzubringen, die Vereinsstruktur weiterzuentwickeln und den Fotobus künftig noch stärker von studentischer Seite zu gestalten.«
Die letzten Monate waren für die Fotobus Society ziemlich turbulent mit anonymen, diskreditierenden Schreiben, über die auch in der Presse berichtet wurde. Kann das 2025 gestartete Fotobus-Haus als Projekt trotzdem fortgeführt werden und mit welcher Ausrichtung?
»Im Sommer verlassen alle derzeitigen Bewohner*innen das Hausprojekt. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Einige Bewohner*innen gehen auf ein Praktikum, andere auf ein Auslandssemester, wieder andere haben private Gründe. Hinzu kam Druck vonseiten der Hochschule und einzelner Lehrender. Daher sahen wir uns dazu bewegt, das Wohnprojekt zu beenden. Sowohl die Scheune als auch den Garten planen wir weiterhin zu nutzen, derzeit als Lagerraum für hundert Klappräder und weitere Ausrüstung. Perspektivisch möchten wir die Scheune zu einem Ausstellungs- und Veranstaltungsort weiterentwickeln.«
Welche weiteren Aktivitäten sind für 2026 geplant? Fährt der Fotobus nach Arles, Paris …?
»Der Fotobus fährt nach Arles! Zusätzlich arbeiten wir an den Reiseplanungen für weitere Fotofestivals in 2026 und befassen uns damit, wie wir den Fotobus zugänglicher und sicherer für alle gestalten können. Schon seit längerem arbeiten wir daran, Awareness-Strukturen für den Fotobus auszubauen. Wir versuchen, eine Gemeinschaft zu sein, die sich kontinuierlich mit Diskriminierungsformen auseinandersetzt und bestehende Machtverhältnisse in einem breiten Spektrum reflektiert. 

Dies ist ein Prozess, der schon immer in den Vereinsstrukturen in unterschiedlichen Settings stattgefunden hat und niemals enden wird. Dafür lassen wir uns extern beraten und betreiben interne Bildungsarbeit.
Des Weiteren müssen wir uns auch die Frage stellen, wie der Fotobus als stetig wachsender Verein organisiert werden kann. Unser Ziel ist es, eine nachhaltige und faire Vereinsstruktur zu schaffen, welche das Wachstum des Vereins langfristig begleiten kann. Dazu werden Themen aufkommen, die wir als Vorstand breit und ausführlich diskutieren. Wir sind voller Tatendrang und Ideen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt für interessierte Menschen und potenzielle Kooperationspartner, um sich einzubringen und mitzugestalten.«
Bildergalerie
120 Jahre Heinrich Heidersberger – Archiv. Identität. Zukunft.

#14000 Straßenbahn, Polen ca. 1966 | © Heinrich Heidersberger
Anlässlich des 120. Geburtstages von Heinrich Heidersberger widmet die Städtische Galerie im Schloss Wolfsburg in enger Kooperation mit dem Institut Heidersberger dem Fotografen eine umfassende Ausstellung. Heinrich Heidersberger wird als präziser Chronist des industriellen und gesellschaftlichen Aufbruchs ebenso wie als visionärer Künstler präsentiert, der mit fotografischen Mitteln neue Formen der Wahrnehmung entwickelte und die fotografische Moderne entscheidend mitprägte. Eine kleine Auswahl seiner Arbeiten zeigen wir hier
News & Termine
Aktuelles von unseren Mitgliedern

FREELENS

Honorar-Leitfaden
Der neue FREELENS Honorar-Leitfaden soll Fotografinnen und Fotografen dabei unterstützen, Honorare eigenständig und wirtschaftlich nachvollziehbar zu kalkulieren - unter Berücksichtigung verschiedener beruflicher Situationen, persönlicher Lebensentwürfe und aller Faktoren, die für eine dauerhaft tragfähige selbstständige Tätigkeit notwendig sind. Das PDF ist kostenlos zum Download erhältlich:

DGPh

Ausschreibung: Thinking / Writing Photography
Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) und die Deutsche Börse Photography Foundation schreiben zum vierten Mal gemeinsam die beiden Preise „Thinking Photography. DGPh-Forschungspreis“ und „Writing Photography. DGPh-Preis für innovative Publizistik“ aus. Die Auszeichnungen werden alle zwei Jahre vergeben. Vom 1. Juli bis 31. Oktober 2026 können Bewerbungen für beide Preise eingereicht werden.

Alfred Ehrhardt Stiftung

Die Welt in einem Sandkorn sehen
Am 10. Juli um 19 Uhr eröffnet die Berliner Alfred Ehrhardt Stiftung die Ausstellung „Die Welt in einem Sandkorn sehen“ – mit mikrofotografischen Arbeiten von Matthias Burba, Synästhetiker und einer interaktiven Videoarbeit von Max Seeger. Zwischen mikroskopischer Präzision, subjektiver Wahrnehmung und medialer Übersetzung wird Sand zugleich als geologisches Archiv und als Träger ökologischer, kultureller und historischer Prozesse sichtbar.
© Matthias Burba

Museum für Photographie Braunschweig

Eröffnung mit Sommerfest
In Brooklyn geboren und aufgewachsen, begann Jamel Shabazz (*1960) in den späten 1970er Jahren, Menschen zu fotografieren, denen er auf den Straßen New Yorks begegnete. Seine Porträts entstehen seither weitgehend im öffentlichen Raum und fügen sich ein in die Tradition des Genres der Street Photography und des Menschen im öffentlichen Raum. Das Museum für Photographie Braunschweig lädt am 10. Juli zur Eröffnung der Ausstellung Jamel Shabazz: New York Moves and Black Communities und zum Sommerfest ein.
© Jamel Shabazz

C/O Berlin

Symposium 200 Years and Counting
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie feiert C/O Berlin die Fotografie am 22. August, in der Woche des World Photography Day, mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm. Mit geladenen Gästen wird auf die Geschichte der Fotografie geschaut – von einer der ersten erhaltenen Fotografien von Nicéphore Nièpce um 1826, über die Erfindung des Smartphones, bis zu den damit einhergehenden neuen sozialen Gebrauchsweisen. Und es wird in die Zukunft geblickt: Welche Rolle spielt Fotografie heute? Wie bleibt sie relevant? Und wird sie durch KI verändert oder gar abgelöst?
© David von Becker
Impressum

Vorstand des Deutschen Fotorats:
Anna Gripp (DGPh) & Julia Laatsch (FREELENS)
Stellvertreter: Christian Klant (BFF), Ingo Taubhorn (DFA)

Deutscher Fotorat e.V.
Vereinsregister: VR 25821
Registergericht: Amtsgericht Hamburg

c/o FREELENS e.V.
Alter Steinweg 15
20459 Hamburg
Deutschland

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